Politik richtet sich nicht nur immer in der Spannung zwischen dem Universellen und Singularitäten ein, sondern wird von dieser auch permanent zerrissen und zerfällt in Politiken.


Liebe Freund*innen, Die Vierte Welt ist für das Publikum geschlossen. DieVeranstaltungsserie gesellschaften | politiken als Zoom Meeting statt.


Im Zeichen der C19 Krise werden ungewohnte Aufgaben der Selbstsorge und sozialer Verantwortung an uns heran getragen. Die Fragen nach einer politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen Zukunft der Welt und damit an den globalen Kapitalismus in seiner neoliberalen Verfasstheit bleiben die Gleichen. Aber sie werden unter Bedingungen von sich vielfältig verschärfenden sozialen Konflikten und von sich rasant transformierenden politischen und ökonomischen Dynamiken neu gestellt.  In den kommenden Wochen werden wir in politiken herausgefordert sein, in den besten Traditionen der Aufklärung, unsere neue Aktualität zu verstehen um das Mantra der Alternativlosigkeiten zu unterlaufen und den Versuchen einer schnell schnell weiter-so  Bewältigung zu widerstehen. Die Unterbrechung gibt uns die Chance dafür, läßt auf Veränderung hoffen. In jedem Fall wird einiges neu auszuhandeln sein.



politiken_online

Mo. 30.11.20 | 20:00 | online 19:45


zoom link: https://us02web.zoom.us/j/84952838431

Meeting ID: 849 5283 8431


Technische Info zu den den Online Veranstaltungen: hier.



Vom ideologischen Gebrauch der Ökonomie in der Politik

Let's talk about money!


Sicher ist es für alle progressiven Kräfte eine große Erleichterung, dass die faschistische Kriegsmaschine das Weiße Haus erst mal räumen muss, wenn nicht doch noch etwas schief geht. Aber was bedeutet das für die Möglichkeiten einer Linken, transformatorischen und progressiven Politik? Yanis Varoufakis behauptet in einem Interview in der Republik:

https://www.republik.ch/2020/11/14/das-alte-system-ist-tot-aber-das-neue-weigert-sich-geboren-zu-werden

... der Ausgang der amerikanischen Wahlen sei "für linke und grüne Reformen das Schlimmste, was passieren konnte", weil es eine substantielle linke Politik auf lange Zeit sehr unwahrscheinlich werden lässt. Dazu kommt, dass schon jetzt wieder Ideologeme der klassischen und neoliberalen Ökonomie für die Verteilungskämpfe in einer Zeit nach Covid-19 in Stellung gebracht werden: das Geld ist knapp, Schulden müssen zurückgezahlt werden, nur was eingenommen wurde kann auch ausgegeben werden, die Schuldenbremse, etc.

Aber auch auf der anderen Seite wird endlich wieder über Geld geredet: bedingungsloses Grundeinkommen, Green New Deal, Degrowth oder grünes Wachstum, system change statt climate change, Enteignungen, ...

Es stellt sich uns daher die Frage, was wollen bzw. müssen wir  –  als Linke, als Vierte Welt  –  tun? Lesen und verstehen? Neue, öffnende Begriffe erarbeiten? Mehr performen oder gar handeln? Die Angst vor dem Aktivismusvorwurf angehen?

Dies ist der Auftakt einer kleinen Reihe in der Vierten Welt übers Haushalten, über Geld, Politik und Subjektivierungsweisen und über Transformationen im großen und kleinen.



Vierte Welt | Neues Zentrum Kreuzberg | Galerie 1. OG

U1/U8 Kottbusser Tor | Adalbertstraße 4 | 10999 Berlin, Germany

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Ein Diskurs mit Dirk Cieslak, Sebastian Eis, Lukas Franke, Nicolas Siepen, Assozierten und allen Anwesenden.

Speaker of the house: Marcus Reinhardt

Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin.

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Kontakt | gesellschaften@viertewelt.de  

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